SAP Analytics Cloud Release - 1. & 2. Quarterly Update 2021

Maurice Doublier

Geschrieben von: Maurice Doublier - 02 Juni, 2021

Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie hat SAP auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Neuerungen für die SAP Analytics Cloud (SAC) auf den Markt gebracht. Neben kleineren Änderungen, wie der neuen Berechtigungsverwaltung für Kommentare, zusätzlichen Aufgabentypen für umfangreichere Planning-Szenarien und der Möglichkeit, Search to Insight über Voice Interaction zu nutzen, hat es auch einige größere Änderungen und Erweiterungen gegeben, die wir im folgenden Blogbeitrag vorstellen möchten.

Erweiterte Layout-Optionen für Grafikseiten

Das zweite und aktuelle Quartalsupdate der SAP Analytics Cloud bringt zahlreiche neue Layout-Optionen, die einen großen Beitrag zur Erstellung pixelperfekter Berichte leisten. Dank der neuen automatischen Größeneinstellung und der Funktion zum Paginieren von Tabellen können diese nun dem Inhalt entsprechend vergrößert oder verkleinert und auf mehrere Unterseiten aufgeteilt werden, statt sie mit einer Scrollbar zu versehen. Zwischen den einzelnen Unterseiten der Tabelle kann dann mit einem Schalter auf der jeweiligen Grafikseite gewechselt werden.

Die neue relative Positionierung stellt außerdem sicher, dass die Sichtbarkeit von Widgets nicht durch das Aufklappen einzelner Tabellenzeilen beeinträchtigt wird. In diesem Fall werden darunter befindliche Charts nicht mehr von der Tabelle überdeckt, sondern entsprechend nach unten verschoben.

Mit Abschnitten wird ein neues Element in die Story-Oberfläche eingeführt, welches es Story-Erstellern ermöglicht, ausgewählte Widgets für alle Elemente einer festgelegten Dimension zu replizieren, statt diese für jedes Dimensionselement manuell erstellen zu müssen. Dabei werden sämtliche dem Abschnitt zugeordnete Charts und Tabellen für jedes Dimensionselement dupliziert und jeweils auf ein einziges Element gefiltert. Alternativ kann man zwischen unterschiedlichen Abschnittsseiten navigieren, wobei für jedes Dimensionselement eine eigene Seite angelegt wird.

Abschnitte_GIF

Story Exploration

Der Explorer-Modus hat es Viewern bisher ermöglicht, Änderungen an ausgewählten Charts der Story vorzunehmen, um neue Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen. Wenn der Explorer-Modus für ein Widget aktiviert ist, können Benutzer unter anderem Dimensionen und Kennzahlen austauschen, den Diagrammtyp ändern und die Sortierreihenfolge anpassen. Statt den Explorer-Modus für spezifische Widgets freizuschalten, können die Story-Ersteller diesen nun über die gesamte Story hinweg aktivieren und dabei die Einstellungen auf Widget-Ebene überschreiben. Ebenso ist es nun möglich, die Story direkt im Explorer-Modus zu öffnen, statt über die gewöhnliche Ansicht in die Explorer-Ansicht zu wechseln. Hier können die Viewer anschließend zwischen sämtlichen Seiten der Story und den darin enthaltenen Charts und Tabellen wählen und die gewünschten Anpassungen vornehmen. Die Explorer-Views können schließlich gespeichert werden und in bestehende oder neue Story-Seiten eingefügt werden.

Explorer


Der ultimative Vergleich zwischen SAC und Lumira Designer

Neuer Call-to-Action


Neues Datenmodell

Eine weitere Neuerung der SAP Analytics Cloud in diesem Jahr war die Einführung eines neuen Datenmodells, das die Struktur des Kontenmodells erweitert und mehr Flexibilität bei der Modellierung zulässt. Während das klassische Kontenmodell aus einer einzigen Kennzahl und einer Kontodimension besteht, lassen sich Kennzahlen im neuen Modell als eigenständige Entitäten hinzufügen.

Tabelle_Modelle

Mit dem neuen Release der SAC ist es so mit möglich sowohl reine Kennzahlenmodelle als auch hybride Szenarien mit mehreren Kontodimensionen und Kennzahlen abzubilden. Bestehende Kontenmodelle werden auch künftig weiterhin unterstützt, können aber bei Bedarf in neue Modelle konvertiert werden. Bevor Sie Ihre alten Modelle konvertieren, empfehlen wir Ihnen jedoch, diese zu duplizieren. Während der Migration wird das alte Modell gelöscht und Storys, die auf dem jeweiligen Modell basieren, müssen entsprechend angepasst werden.

Modellwahl     

Data Analyzer

Mit dem Data Analyzer können Anwender direkt über die SAP Analytics Cloud eine Live-Verbindung zu SAP BW Queries und SAP HANA Calculation Views herstellen, ohne zuvor eine Story oder ein Modell zu erstellen. Über das Builder Panel des Data Analyzers können anschließend beliebig Dimensionen und Kennzahlen zur Tabelle hinzugefügt oder entfernt werden, Filter angewendet und die Sortierreihenfolge geändert werden, um einen Einblick in die Daten zu bekommen. Seit dem ersten Quartals-Release in diesem Jahr können Anwender diese Insights nun speichern und mit dem gewünschten Nutzerkreis teilen, statt wie bisher bei jedem Zugriff über den Data Analyzer dieselben Formatierungen vornehmen zu müssen, um das Ergebnis zu replizieren.

Data Analyzer

Verbesserung des Smart Discovery-Features

Über die Smart Discovery Funktion der SAP Analytics Cloud lassen sich mit wenigen Mausklicks ganze Storys erstellen. Nach Auswahl des Datenmodells legt man eine darin enthaltene Kennzahl als Ziel fest und trifft eine Auswahl an Dimensionen, um den Rahmen der Analyse und das Aggregationslevel weiter zu definieren. An dieser Stelle hat SAP hat Feature um einen optionalen Schritt zum Überprüfen der zu analysieren der Daten erweitert. Nach der Ausführung von Smart Discovery erhält man eine vollständige Story, die die gewählte Kennzahl in unterschiedlichen Kontexten analysiert. Auf diese Weise erstellte Storys sind noch sehr ausbaufähig, stellen aber häufig bereits eine gute Grundlage für weitere Analysen dar, da sämtliche Charts und Tabellen beliebig angepasst und gespeichert werden.

Dashboard_Maschine

Voice to Insight

Bereits seit einiger Zeit ist auf mobilen Endgeräten möglich, Fragen in natürlicher Frage an die SAP Analytics Cloud zu richten. Während diese Fragen bisher schriftlich in einem vorgesehenen Feld ausformuliert werden mussten, hat es das Q1 Release in diesem Jahr ermöglicht, diese Fragen nun über Voice Interaction an die SAC zu richten. Search to Insight wählt anschließend ein passendes Datenmodell aus und erstellt ein entsprechendes Chart, um die Frage zu beantworten. Sollte die Frage nicht hinreichend oder auf Grundlage des falschen Datenmodells beantwortet worden sein, können die Anwender die erforderlichen Anpassungen vornehmen, indem sie die Frage oder das Datenmodell manuell anpassen. Search to Insight ist dabei vollständig in die Story-Umgebung der SAV integriert, sodass sich auf diese Weise erstellte Charts direkt in die Story übernehmen lassen.

Fazit

Über das Jahr hinweg hat es für die SAP Analytics Cloud einige spannende und vielversprechende Neuerungen gegeben. Dennoch bleiben noch einige Wünsche offen. So stehen die Erweiterungen der Layout-Optionen bisher nur auf Grafikseiten zur Verfügung.
Besonders die neu eingeführten Abschnitts-Elemente wären eine gute Ergänzung zu gewöhnlichen Filtern auf flexiblen Seiten und würden die User Experience responsiver Dashboards noch mal aufwerten. Ebenso besteht noch Verbesserungsbedarf bei der Migration von Kontenmodellen ins neue Datenmodell. Zum aktuellen Zeitpunkt ist diese noch mit einem manuellen Mehraufwand verbunden, dem künftige Releases Abhilfe schaffen könnten. Trotzdem zeigt SAP hier, dass das Unternehmen auch in Krisenzeiten um stetige Verbesserungen bemüht ist und gibt bereits einen guten Ausblick darauf, was uns in Zukunft an Neuerungen erwarten wird.

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Themen: SAP Analytics Cloud, SAP Dashboarding

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