Wie gut schreibt der SAC Story Code Generator Skripte?
Der Story Code Generator richtet sich an Anwender, die ihre SAC Stories mithilfe von Skripten um individuelle Funktionen und Interaktionen erweitern möchten. Statt den JavaScript-Code vollständig selbst zu schreiben, können sie die gewünschte Funktionalität in natürlicher Sprache beschreiben und den passenden Code von der KI generieren lassen. Dadurch sollen sich interaktive Dashboards im Low-Code-Ansatz schneller und individueller umsetzen lassen.

In unseren Tests haben wir uns mit dieser Funktion besonders intensiv beschäftigt. Denn erst abseits der einfachen Demo-Beispiele zeigt sich, was der KI-Assistent tatsächlich leisten kann und wo seine Grenzen liegen.
Besonders überrascht hat uns, wie zuverlässig der Generator auch komplexere Anforderungen umsetzt. Während einfache Anweisungen wie „Blende das Diagramm aus, sobald der Button geklickt wird“ erwartungsgemäß funktionieren, bewältigte der Assistent auch mehrstufige Skripte mit verschachtelten Bedingungen, Variablen und der Zuordnung numerischer Werte zu Textlabels. Gerade bei solchen Anforderungen hatten wir eher mit unvollständigen Codefragmenten gerechnet, die manuell überarbeitet werden müssten. Stattdessen lieferte der Generator überwiegend direkt ausführbaren und sinnvoll strukturierten Code. Im Gegensatz zu unseren Tests mit KI-generierten Datenaktionen, bei denen teilweise grundlegende Syntaxfehler auftraten, funktionierten die generierten Story-Skripte zuverlässig. Auch die automatisch erzeugten Kommentare sind hilfreich, da sie die Nachvollziehbarkeit und spätere Wartung des Codes erleichtern. Einziger Wermutstropfen: Bereits bei etwas komplexeren Aufgaben nahm die Generierung vergleichsweise viel Zeit in Anspruch.

Positiv fiel außerdem auf, dass der Story Code Generator auch global definierte Variablen verwenden kann, sofern diese ausdrücklich im Prompt genannt werden. Bei der Interpretation des Datenmodells stößt der Assistent hingegen an Grenzen. Die Struktur individueller Dimensionen, die technischen IDs ihrer Merkmalsausprägungen oder die zugrunde liegende Logik kann er nicht ohne Weiteres eigenständig erschließen. Diese Informationen müssen daher möglichst präzise beschrieben werden. Dasselbe gilt für die verwendeten Widgets: Sind beispielsweise mehrere Dropdowns oder Diagramme vorhanden, muss eindeutig angegeben werden, auf welches Element sich das Skript beziehen soll.

Eine weitere Einschränkung betrifft die Anpassung des generierten Codes. Anders als bei klassischen KI-Chat-Assistenten gibt es keinen fortlaufenden Dialog, in dem sich ein Skript schrittweise verfeinern lässt. Stattdessen wird bei jeder Anfrage ein neues Skript erstellt, das sich nur als Ganzes übernehmen oder verwerfen lässt. Entspricht das Ergebnis nicht den Erwartungen, muss ein neuer Prompt formuliert werden. Auch bei der Überarbeitung bereits vorhandener Skripte zeigte sich Verbesserungspotenzial: In unseren Tests entfernte die KI den bisherigen Code nicht immer vollständig, sodass eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich war.

Für die Praxis bedeutet das: Der Story Code Generator kann die Skriptentwicklung in SAC deutlich erleichtern und liefert selbst bei komplexeren Anforderungen überzeugende Ergebnisse. Entscheidend bleibt jedoch die Qualität des Prompts. Je präziser die Anforderungen, Variablen, Widgets und Datenstrukturen beschrieben werden, desto zuverlässiger funktioniert die Generierung.
SAP Analytics Cloud Base AI Funktionen: Unser Fazit
Mit den beiden neuen Funktionen setzt SAP die Integration von KI in die SAP Analytics Cloud konsequent fort. Besonders erfreulich ist, dass SAP mehr Anpassungsmöglichkeiten anbietet. Bei Prompt Insights bestimmt der Story-Designer selbst, welche Fragen gestellt werden und wie die Antwort aufgebaut ist. Zusammen mit der Datenmaskierung entsteht eine sichere Alternative zum Export in externe KI-Tools.
Insgesamt hat uns der Story Code Generator im Praxistest positiv überrascht. Besonders die zuverlässige Generierung auch komplexerer Skripte zeigt, welches Potenzial in der KI-Unterstützung steckt. Anders als bei den KI-generierten Datenaktionen lieferte der Assistent in unseren Tests durchgehend lauffähigen Code.
Ganz ohne Einschränkungen funktioniert das Feature allerdings noch nicht. Die teilweise langen Generierungszeiten, die begrenzte Erkennung individueller Datenstrukturen und die fehlende Möglichkeit zur dialogbasierten Nachbearbeitung erschweren den Arbeitsablauf. Eine wesentliche Schwäche ist dabei das fehlende Kontextverständnis: Der KI fehlen häufig Informationen über die zugrunde liegenden Datenmodelle und individuellen Datenstrukturen. Anders als bei anderen Agenten gibt es derzeit keine Möglichkeit, diesen Kontext gezielt bereitzustellen.
Dennoch fällt unser Fazit klar positiv aus: Für eine ohne zusätzliche Lizenzkosten verfügbare Funktion innerhalb der SAP Analytics Cloud ist der Story Code Generator aus unserer Sicht ein ausgesprochen gelungenes Feature, das bereits heute einen echten Mehrwert bieten kann. Mit weiteren Verbesserungen könnte er die Entwicklung individueller SAC Stories künftig noch stärker vereinfachen und beschleunigen. Gerade für Fachanwender kann das die Einstiegshürde in die Skriptentwicklung deutlich senken und die Erstellung individueller, interaktiver Dashboards erleichtern.
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